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So, weil’s so schön ist muss ich das doch mal zeigen. Unglaublich, was hier so verballert wird bei den Fiestas. Ich glaube, ich hat’s schonmal erwähnt, dieser Feuerwerkwahnsinn, den jedes Dorf zu den Fiestas del Pueblo anstellt. Also trotz Krisenzeiten wird eifrig geballert, vielleicht sogar noch eifriger, wer weiβ?

Auf jeden Fall hat frau während des Feuerwerks zum Abschluss der Feiern, die der Schutzpatronin von Barcelona gewidmet sind, von Krise nichts gespürt. Konzerte in rauhen Mengen, und Leute, Leute, Leute. Eine ganze halbe Stunde dauerte gestern das sogenannte Piromusical vor den fuentes mágicas beim Plaça Espanya. Hier ein Ausschnitt, eben weil’s so schön ist …

unglaublich… Feuerwerk und Feiern ohne Ende, auch noch Stunden nach Abpfiff. Wir sind dann auch so gegen 1 endlich mal losgezogen und haben ein paar schöne Aufnahmen gemacht. Entlang der Gran Vía und am Plaça Universitat…

Franziskaner ist auch dabei
Franziskaner ist auch dabei
echte Fans

echte Fans

Fans auf der Gran Via

Fans auf der Gran Via

Barça-Fans am Carrer de Pelai

Barça-Fans am Carrer de Pelai

Sicherheitskräfte - por si acaso

Sicherheitskräfte - por si acaso

¡vaya emoción!

¡vaya emoción!

sonrisas blau-granas

sonrisas blau-granas

Barça Caravana

Barça Caravana

Triplete

Triplete

Barça hat schon mal den ersten Pokal der 3 geschafft, entsprechend high ist die Stimmung – verständlich! Am Mittwoch wurde nicht nur beim Fantreffpunkt Fuente de Canaletes auf der Rambla Catalunya gefeiert, sondern diesmal gab’s auch Bühnenprogramm ganz ofiziell am Plaça Catalunya nebenan. War nicht da, aber trotzdem kommt man nicht an dem Song oder besser Gegröle vorbei, das einem on- und offline entgegenspringt. Das Comedy-Programm von CracKóvia ist ja auch zum Schreien schön, hier nun die Kostprobe…

Schöne Idee, wenn Mütter/Freundinnen sich zusammentun und für ein verlängertes Wochenende rüberfliegen. Auch, um dann abends auch mal wieder zusammen wegzugehen. Ich war selbst nicht dabei, wollte aber gerne meinen Senf dazugeben. Genauer hiess die Frage:

> Und wenn Frauen noch mal richtig tanzen gehen wollen, wo müssen wir da
> hingehen (und noch viel wichtiger: ab wann?)…?

So, da ich ja eh so super oft in meinen Blog schreibe, paste ich meine Antwort einfach mal hier rein… ;-)

Ist ja witzig, Muttertag in Barcelona! Hier war der Muttetag schon letzte Woche.., aber nach zweimal Mamamia-1 Woche-zu-früh-anrufen weiss ich das jetzt auch

Macht euch nur schonmal auf eine Nachtsession gefasst, denn so richtig los mit tanzen gehts erst ab 2 bis 3 Uhr morgens. Also eine Ausgehmeile der Barcelonesen, sprich die Einheimischen, ist die Calle/Carrer Marià Cubí…Das ist in der Nähe von der grossen Diagonal / Ecke Via Augusta. Leider gibts keine Metrostation in der Nähe, aber zu Fuss von der Diagonal gut zu erreichen. Dort sind viele Bars und Clubs. Und man trifft neben Nachtschattengewächsen auch durchaus mal die Männer und Frauen von der Müllabfuhr BCNeta an der Theke, die sich eine kurze Auszeit mit einem Carajillo (Kaffe mit Schuss) gönnen – nicht wahr, Paul?

Einen Club dort kann ich empfehlen: UNIVERSAL. Er ist fúr Frauen gratis, hat eine Gaderobe (um Jacken abzugeben- was nicht immer selbstverständlich/möglich ist sonst) und hat 2 Etagen mit guter Musik, eine Richtung (unten) eher seichtes Techno, und oben eher Klassiker Richtung Disco/Soul. Das Universal macht zwar schon um 10 Uhr auf, aber es ist ratsam, frühestens ab halb 2/2 reinzugehen.
http://www.universalbcn.com

Den BIKINI kann ich für Sonntag empfehlen. Da war ich schon lange nicht mehr, aber als ich da in der Nähe wohnte, hatte mir schon Notizen gemacht:
Eigentlich eine ganz gewöhnliche Grossdisko, wäre da nicht die „Black Batucada Brazil-Night“, immer sonntags. Natürlich keine Garantie auf Dauerhaftigkeit, aber so viele Brasilianer bei so guter, techno-angehauchter Samba-Musik tanzen zu sehen und mitzutanzen macht einfach Spass.
Adresse: Deu i Mata 105 (direkt hinter Shopping-Centrum „Illa“ an „Avinguda Diagonal“/ „Carrer d’Entenca“)
• Uhrzeit: ab 24 Uhr tauchen langsam Leute auf
• LES CORTS; L3 (grün)
• freier Eintritt, allerdings sind Getränke (wie immer) sehr teuer!
www.bikinibcn.com

So, und falls es ein schöner lauer FRühlingsabend ist und ihr keine Lust habt, gross durch die Gegend zu kutschen mit Taxi oder Metro, dann kann ich auch die Ausgehecke in Barceloneta direkt am Strand empfehlen. Dort sind viele schöne Chill out Bars mit Sofas draussen, Blick aufs Wasser, wo man die Zeit bis 2 gut rumkriegt.

Hier gibts 2 Möglichkeiten: Eine Ausgehmeile ist direkt am Hafen, der Teil der am Meer ist, wo eine kleine Disco neben der anderen ist. Meist sind sie kostenlos und man kann – wenn einem die Musik nicht gefällt- direkt in die Nachbarsdizze gehen. Allerdings sind hier auch viele Touris unterwegs. Ich finds aber ganz lustig, hab dort auch meinen 40. Geburtstag gefeiert.

O Pollo bei Barceloneta

O Pollo bei Barceloneta

Naaaaa, Mütter dieser Welt, fühlt ihr euch angesprochen???

Dass Deutsch nicht so einfach ist, wissen wir ja schon. Wenn man versucht, es anderen beizubringen, gibt es wirkliche Schockerlebnisse mit der eigenen Sprache. Um das zu verdeutlichen, hier ein paar Beispiele:

Wusstet ihr schon, dass wir einige Verben einfach trennen? Wirklich krass, weil der Rest des Verbes immer erst am Ende des Satzes kommt, egal wie lang der Satz ist, ein Beispiel mit aufhören:

Morgen höre ich zusammen mit einem meiner Freunde nach langem Hin und Her endlich mit dem Rauchen auf!

Wenn ein fleiβiger Schüler schon gelernt hat, was „hören“ heiβt, dann denkt er erstmal das die Person irgendwas gehört hat. Aber am Ende des Satzes stellt sich nun heraus, dass das Ganze nichts mit Hören zu tun hat, sondern dass jemand was beenden will. Ja warum, fragt er sich, beendet er nicht einfach das Rauchen? Ja, warum? Weil….

Morgen beende ich zusammen mit einem meiner Freunde nach langem Hin und Her endlich das Rauchen.

… einfach stelzig klingt, zumindest würde man das nie sagen. Und wieso wird rauchen mal klein mal groβ geschrieben? Ok, weil da ein „das“ davor steht, aber wann schreibt man eigentlich das oder dass? Und wieso erscheint die Person, um die es sich handelt, erst an dritter Stelle, wo sie doch der Akteur ist. In Englisch und Spanisch werden die Subjekte und Verben komplett am Anfang platziert, egal, ob es sich um einen Haupt- oder Nebensatz handelt:

Tomorrow I’ll stop smoking ….
Mañana dejaré de fumar…

Gut, das kann natürlich kulturelle Ursachen haben, wo bei man fragen müsste, was zuerst da war, die Kultur oder die Sprache? Keine Angst, ich werde jetzt nicht abdrehen. Aber vielleicht ist das der Grund, warum wir Deutschen uns mehr oder weniger ausreden lassen, ohne den anderen nach 3 Wörtern schon zu unterbrechen. Das hat nichts damit zu tun, dass wir einfach so verständnisvolle Zeitgenossen sind, der wahre Grund ist der:

Wir würden uns GAR NICHT VERSTEHEN, weil sehr oft das Verb erst AM ENDE STEHT, und so lange muss man eben WARTEN, bis man etwas KAPIERT!!!

So, und wenn ich jetzt noch mit der Adjektivdeklination anfange (hier das trennbare Verb im Nebensatz am Ende und zusammen geschrieben), bekommt ihr erst recht die Krise. Ich habe hier ein schönes Beispiel ausgesucht (trennbares Verb „aussuchen“ als Pratizip mit „ge“ dazwischen!!!):

der Mann (ist logischerweise maskulin)

Der fleiβige Schüler weiβ schon, dass „er“ ein Zeichen von maskulin ist.

Nun kommt ein Adjektiv hinzu, dann heiβt es logischerweise :

ein schöner Mann

So, wenn ich aber einen bestimmten Mann meine, fällt das „er“ auf einmal weg, dh. es wurde ja schon vorher benutzt und einmal reicht ja, wir sind ja effektiv. Wir wissen ja jetzt, dass der Mann maskulin ist. Also kommt einfach eine andere Form, warum nicht einfach die feminine???

der schöne Mann

Ich glaube, das reicht erstmal für heute. Hier noch ein paar schöne Beispiele zum Thema deutsche Sprache schwere Sprache. Die Fotos habe ich selbst gemacht, als ich hier eine berühmte Kirche herumbesucht habe und sie von euch begrüβt habe …

Gruss einmal anders

Gruss einmal anders

Lasst uns mal wieder ein wenig herumbesuchen, ok?

Lasst uns mal wieder ein wenig herumbesuchen, ok?

Heute bin ich einfach sprachlos. Wer hätte gedacht, dass so ein Unglück, wie es der Einsturz des Kölner Stadtarchivs mit sich bringt, in Deutschland passieren könnte?

Auch in Barcelona ist das Thema nach wie vor aktuell, denn es wird eifrig gebaut. Was? Der Tunnel für den Schnellzug AVE, der vor etwa einem Jahr in Barcelona „angekommen“ ist, soll nun auch bis zur französischen Grenze im Norden führen. Wunderbar, hätte sich die Stadtverwaltung nicht ausgerechnet für die Trasse quasi unter der Sagrada Familia entschlossen! Als Alternative gab es auch zwei andere Streckenführungen, um Barcelona von Süd nach Nord zu durchqueren, aber nein, nun geht es entlang der Calle Mallorca, die direkt an die Sagrada Familia angrenzt. Auch ein anderes von der UNESCO erklärtes Weltkulturerbe von Gaudí ist wohl in Gefahr: Casa Milà, das anfangs auch als „Steinbruch“ bekannt gewordene Haus am Passeig de Gràcia.

So ganz von ungefähr kommen die Bedenken nicht, schliesslich ist vor etwa 4 Jahren schon einmal eine Häuserzeile im Stadtteil Carmel beim U-Bahnbau einer Metrolinie eingestürzt, aufgrund dessen die Familien von mehr als 50 umliegenden Häusern für mehrere Monate umquartiert werden mussten.

Proteste gegen den AVE-Tunnel gab es viele, unter anderem von einer Organisation namens SOS Sagrada Familia, die ein einprägsames Video ins Netz stellte. Wie man leider sieht, ein nach wie vor hochaktuelles Thema!

Kampf gegen die Dürre

So, nun muss ich meine Behauptung, dass keiner über zukünftige Massnahmen gegen Trockenheit spricht, revidieren.

Heute veröffentlicht „El País“ einen Artikel mit der Überschrift Las lluvias no frenan las obras previstas para combatir una futura sequía, was etwa heißt, dass die Regenfälle die vorgesehenen Baumaßnahmen gegen zukünftige Dürreperioden nicht bremsen. Darin ist der Stand aller Projekte genau erläutert, inklusive einer Grafik der Agencia Catalana del Agua mit allen geplanten und existierenden Wiederaufbereitungs- und Meereswasserentsalzungsanlagen (schön langes Wort, nicht wahr? Werde ich mal bei Gelegenheit meinen Deutschschülern präsentiern). Die letzte Dürre habe dafür gesorgt, dass die Anlage in Tordera schon Monate vor dem geplanten Ende des Bauvorhabens fertig gestellt sein wird. Außerdem treibe die katalanische Regierung den Bau der dritten Entsalzungsanlage für die Gewinnung von Trinkwasser voran. Das hört sich doch erstmal gut an. Die Website der katalanischen Agentur für Wasser ist auch in Englisch verfasst. Dort gibt’s ausführliche Infos über das Thema Wasser in Katalonien.

Erwähnenswert scheint wohl auch für Francesc Baltasar, verantwortlich für Umweltfragen dass die letzte Dürreperiode dazu gedient habe, erstmals ein sentimiento de ahorro, also ein „Spargefühl“ bei der Bevölkerung entwickelt zu haben. Während der Trockenperiode gab es Einsparungen von 20%, allerdings ist der Wasserkonsum wieder gewachsen, so dass er derzeit 5% niedriger ist als zu den Beginn der Trockenperiode.

Hiermit beende ich dann heute meinen aktuellen „Wasserbericht“, werde das Thema aber auf jeden Fall weiter verfolgen.

Stoßwort #1: Siesta

Heut möchte ich eine kleine Serie starten, die ich ganz pragmatisch „Stoßwörter“ nenne. Die Idee ist, einfach mal an bestehenden Begriffen und Stereotypen zu rütteln. Grundsätzlich sind Stereotypen ja nichts Schlechtes. Schließlich braucht mensch irgendwelche äußeren Unterschiede zu anderen Menschen, um sich ein bißchen abzugrenzen und um das Durcheinander der Welt besser zu verstehen. Außerdem liegt der Ursprung vieler Stereotypen in historischen und kulturellen Unterschieden, die tatsächlich existieren. Nur leben eben manche Bilder ewig weiter, die vielleicht vor 100 Jahren noch nachvollziehbar waren, aber heute keine Gültigkeit mehr haben.

So auch das Thema Siesta, also dem gemütlichen Nickerchen auf dem Sofa nach dem Mittagessen, so wie wir es heute verstehen. Früher war dieser Schlaf fester und lebensnotwendiger Bestandteil des Tagesablaufs eines Bauern, der zur Bewältigung der seiner Arbeit mitten in der Nacht aufstand, um das erste Morgenlicht zu nutzen. Denn ab 12 Uhr mittags ist es gerade in Südspanien meist schon so heiß, dass man sich unter der Sonne weder bewegen, geschweige denn körperlich arbeiten kann. Stattdessen konnte die Arbeit erst wieder ab 17 Uhr aufgenommen werden und bis spät in den Abendstunden abgeschlossen werden.

Doch heute sieht das anders aus: Nur noch 16% der Spanier praktizieren das gesunde Mittagsschläfchen überhaupt noch laut der Gratiszeitung „Metro“ heute, und es sind vor allem Männer ab 45 Jahren. Der überwiedende Teil der Spanier, nämlich 58,6% machen niemals eine Siesta, 22% nur gelegentlich und 3,2% nur am Wochenende (zu den letzteren gehört dann auch mein Freund J

Was sich gehalten hat ist die für uns spät und lang erscheinende Mittagszeit. Gegessen wird um 14 Uhr, und da viele immer noch nach Hause oder zu den Eltern fahren, wenn es nur irgendwie möglich ist, geht der Büronachmittag auch erst wieder ab 16 Uhr los. Geschäfte außerhalb des Zentrums machen auch erst um 17 Uhr wieder auf. Und so schiebt sich das Ganze bis spät in die Abendstunden, so dass die Kinder erst sehr spät (in der Regel gegen 22 Uhr nach dem Abendessen) ins Bett kommen und die Erwachsenen umso später. Die beliebte Latenight-Show Bonafuente beginnt gerade mal um 12.30h….So dass letztendlich alle unter Schlafmangel leiden, wie auch das Gesundheitsministerium regelmäßig feststellt. Von daher sollten die Spanier ruhig lieber öfter mal wieder eine Siesta machen ;-)

Adéu Trockenheit

Seit heute, lese ich in der „La Vanguardia“, ist die Trockenheitsverordung von der katalanischen Regierung nach 650 Tagen aufgehoben worden. Möglich ist dies nur, weil nun auch die letzte der betroffenen Regionen nicht mehr in Alarmzustand ist. Die Versorgung sei gesichert, die Stauseen seien durchschnittlich zu 77 Prozent gefüllt. Es können also ab sofort wieder jede Nacht Straßen mit Wasser gereinigt, private Schwimmbäder gefüllt, Autos gewaschen und die Sprenganlagen von Parks und Gärten wieder eingeschaltet werden.

Ende gut – alles gut?

Dazu erlaube ich mir einen kleinen Regen-Rückblick:

  • Els tres tumbs im Winter

    Els tres tumbs im Winter

    Schon in meinem ersten Jahr hier, das heißt ab November 2004 erlebt Spanien die schlimmste Trockenheit seit 125 Jahren. Und ich genieße meinen sonnenreichsten Winter seit Lebzeiten, vorzugweise mit café con leche vorm „Els Tres Tombs“ in der Ronda St. Antoni 11 (fürs Sonnetanken im Winter schwer zu empfehlen. Witzig: Beim Adresse-Suchen seh ich, dass ein Travel Guide passend dazu schreibt:
    “The facade is pure ’70s, the waiters are distinctly old-school, and the placement of the terrace ensures it receives more direct sunlight that just about any bar in Barcelona.”
    ok, ich komme mal wieder zum Thema…

  • Auch in den folgenden Wintern genieße ich meist blauen Himmel. Regentage? Pustekuchen. Nur ausnahmsweise, z.B. wenn Besuch aus Deutschland kommt. So werd ich nie den Kübel-Eimer-Dauer-Regen in der Oktoberwoche 2005 vergessen, wo mich Sabine und don Pedro beehrten. Vor lauter Regenschirmen und nassen Klamotten konnte man kaum noch durch die Wohnung gehen. Und eine Metro-Station musste schließen, weil mit Wasser zugelaufen. Die anderen funktionieren, aber auch hier kommen Baulücken direkt zum Vorschein, sichtbar durch Sandhaufen, die die Tropfen auffangen. Übrigens ein immer wiederkehrendes Phänomen, auch in neu gebauten Metro-Stationen.
    Als meine big sis im April 2007 mit Jan im Schlepptau zum Osterurlaub anrückte, gehörten dicke Jacken und Regenschirme auch zum Standardoutfit.
  • Ansonsten eben trocken, im Sommer heiß und trocken. Die sonst im Winter sich wieder auffüllenden Wasserreservoirs blieben auch im Januar 2008 auf gleichem Niedrigststand. Und kein Regen in Sicht.
  • embalse de Sau

    embalse de Sau

    Februar 2008: Die Embalse de Sau führts klar vor Augen, genauer die alte Kirche von St. Romà, die eigentlich vor 50 Jahren zu Francozeiten mitsamt Dorf in den Tiefen der Talsperre verschwunden ist. Der Wasserstand des nördlich von Barcelona gelegenen Wasserreservoirs ist so niedrig, dass die alte Dorfkirche komlett wieder zu sehen ist. Ich hab’s nicht live gesehen, aber das Bild hat inzwischen Symbolcharakter für die Dürre, so dass es in jeder Tageszeitung auftaucht.

  • April 2008: Der Bürgermeister Jordi Hereu garantiert jedem Mitbürger das Recht auf Wasser: “Cal garantir el dret de tots els ciutadans a l’aigua”.
    Damit will er der Angst der Bevölkerung entgegnen, die vor allem vor Zwangsabschaltungen des Wasserhahns fürchtet. Alpträume haben vor allem die Hotel- und Restaurantbetreiber, die sich schon vorstellen, dass sie irgendwann ihren Gästen erklären müssen, dass die Küche leider geschlossen, wird, weil kein sauberes Geschirr mehr da ist. Oder man stellt sich schon den Hoteldirektor vor, der den Touristen das allgemeine Duschverbot erkärt.
    Auf jeden Fall beschliesst die Generalitat, dass ab sofort der Wasserhahn der öffentlichen Springbrunnen abgestellt wird und das Giessen von privaten Gärten und Füllen privater Schimmbäder verboten ist, siehe Video:
    Hier auch ein Video von Spiegel Online zum Thema Jahrhundert-Dürre.
  • ENDLICH, alles neu macht der Mai! Es regnet, und zwar nicht nur ein bißchen, sondern ungewöhnlich stark. Gleichzeitig kommen erste Schiffe mit Trinkwasser nach Barcelona. Ich fand das so unglaublich, dass ich mir den Artikel aufbewahrt hatte. Man staune:
    1 Schiff = Tagesbedarf für etwa 170.000 Personen => reicht gerade mal für ein Zehntel der 1,7 Mio Einwohner von Barcelona (offiziel, aber geballt leben hier mehr als 3 Mio. Menschen). Die Kosten, die im folgenden Clip erwähnt werden: 22 Mio. Euros pro Monat für die Versorgung von 6% der Bevölkerung von Barcelona! Das war zumindest als Notlösung vorgesehen.

    Ironie des Schicksals also, dass die esten Schiffe ausgerechnet eintrudeln, als Barcelona gratis von oben mit dem wertvollen Nass bedient wird.
  • Von Mai bis Juni fast ununterbrochenes Wolkenspiel am Himmel, intensive Regengüsse und Überschwemmungen inklusive. Der Sommer will überhaupt nicht anfangen, Mitte Juni wird’s dann endlich richtig warm.
  • Im Herbst geht’s weiter mit den Güssen, die wieder für Rekordüberschwemmungen und -verwüstungen sorgen. Gleichzeitig ist die Verordnung weiter in Kraft, d.h. weiter…
    … ungewaschene Autos fahren
    … an trockenen Brunnenanlagen vorbeispazieren und
    … das ganze Jahr über das hauseigene Schwimmbad brach liegen lassen
    Das sorgt natürlich für polémica, viele halten die Verordnung für übertrieben.

So, das alles ist nun also vorbei, lese ich, es gibt keine Verorgungsengpässe mehr. Immerhin beschließt die Generalitat de Catalunya, dass die Straßenreinigung (in Barcelona also die mit BCNeta! beschrifteten Brummis – ein eigenes Thema wert übrigens :) und die Brunnen nun noch mit agua freática, also Grundwasser in Betrieb genommen werden dürfen. In Barcelona sind das derzeit etwa die Hälfte der 285 Brunnen, die restlichen bleiben vorerst trocken.

Doch was passiert in den nächsten Jahren? Welche wassersparenden Maßnahmen sind vorgesehen? Was ist mit den vielen Wasserleitungen, die Lecks haben, wie im Sommer bekannt wurde?

Nada! Nichts! Zumindest lese ich derzeit weder was von Wasser sparen, noch sehe ich dieses Thema in irgendwelchen Kampagnen. Energie sparen ja, das läuft sogar im Fernsehen, aber was ist aus dem Expo-Thema Agua y desarollo sostenible geworden? Warten wir’s ab…

Ich hab jetzt jedenfalls oft die Gießkanne im Badezimmer stehen, weil ich morgens zuerst dusche und es so lange dauert, bis das Wasser warm wird. So freuen sich auf einmal die Balkonblümchen über den zusätzlichen Guss, gaaaaaaaaaaanz doll!

Heute ist noche vieja, sprich Sylvester!!! Da trifft man sich zunächst im Kreis der Familie oder mit guten Freunden zum fröhlichen Uvas-Essen, bevors dann später in die Dizze geht. Ok, gegessen werden natürlich neben Weintrauben noch andere leckere Dinge. Aber die Kunst, genau zwölf Sekunden vor Mitternacht passend zum Gongschlag der campanadas zwölf Weintrauben schnell zu verdrücken, sich dabei etwas zu wünschen (einen Wunsch für jeden Monat des kommenden Jahres), evtl. auch noch den Partner/Freund mit einer der Trauben zu bedenken und schließlich mit triefendem Mund zum Neuen Jahr die Besos und guten Wünsche zu verteilen, um direkt danach mit dem Handy SMS durch die Welt simsend, bis das Netz nichts mehr hergibt – das können nur die Spanier :-)

Hier ein spontaner Eindruck, wieder mal gefischt aus dem ewigen youtube-Reservoir…

Und weils so schön ist, verpacke ich meine herzallerliebsten Neujahrswünsche in den vielen, vielen, bunten Lichter des Torre Agbar, kommentiert vom katalanischen Sender TV3:

*** FELIZ AÑO NUEVO *** FROHES NEUES JAHR *** FELIÇ ANY NOU ***


die Weihnachtsbox…

… haben wir bei uns in den oficinas zusammengestellt. Vielleicht wollt ihr auch einen Beitrag senden?

http://www.emagister.de/newsletter/newsletter_dec_08.html

Kurz vor Weihnachten noch einen Gruß von einigen vierbeinigen Zeitgenossen, die ich gestern auf der Straße getroffen habe. Denen geht’s hier in der katalanischen Hauptstadt bestens. Warm eingepackt bei 8 bis 14 Grad – je nach Tageszeit- wird ihnen niemals kalt ….

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Komisch nur, dass ich im kalten Deutschland nie solche Hundemäntelchen gesehen habe ;-)

Mit diesen wunderhübschen Fotos verabschiede ich mich in den Weihnachtsurlaub und freue mich, euch gleich live in Bonn/ Köln zu treffen.

Viele Grüße vom Weihnachtsmann, in diesem Falle von „Nina“.

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¡Feliz navidad! Bon nadal!

NÚM3ROS en CosmoCaixa

Neulich war ich in ner tollen Ausstellung, eine über Zahlen, números eben. Auch meine Lieblingszahl 8 war dabei, aber dazu später.

CosmoCaixa

CosmoCaixa

Das Museum CosmoCaixa ist eines meiner Favoriten. Es liegt am Hang, direkt unterhalb des Tibidabo. Es wurde 2005 komplett umgebaut. Unglaublich, was die Fundació la Caixa, vergleichbar mit unseren Sparkassen, aus dem ehemaligen „Museo de la Ciencia“ gemacht hat. An das modernistische Gebäude wurde ein Wissenschaftstempel mit fünf Ebenen angebaut. Abgesehen von einer riesigen Terasse  hat es ein Planetarium, eine Unterwasserwelt mit tropischem Regenwald, durch den man spazieren kann und eine Vielzahl von Exponaten mit verständlich aufbereiteten Themen, die auch weniger wissenschaftlich angehauchte Zeitgenossen wie mich ansprechen. Immer irgendetwas anfassen, klicken, bewegen… 2006 wurde CosmoCaixa zum Europäischen Museum des Jahres gekürt.

Klasse ist auch das riesige Pendel, anhand dessen die Erdumdrehung nachgewiesen wurde. Hab grad nochmal nachgeschaut, klar ich meine das Foucaultsche Pendel ;-) Es bewegt sich stetig von einer Seite zur anderen. An den Enden des Pendels sind in einem Kreis Stifte aufgebaut, die nach und nach bei der Pendelberührung umfallen, da sich die Erde bewegt, das Pendel aber nicht.

Die Sonderausstellung zum Thema Zahlen war für mich, mit meinem 8-er-Tick natürlich Pflichtprogramm. Hier  entsprechende Infos der Museumssite (spanisch) und Fotos…

Octave

Octave

weitere Zahlen und ihre Symbolik

weitere Zahlen und ihre Symbolik

… sowie einem Demo über die irrationale Zahl e. Wikipedia sagt mir, dass das die Eulersche Zahl ist, Basis der natürlichen Exponentialfunktion – stimmt, da war doch was.

Zeitraum

Heute klau ich mal was aus dem Adventskalender des Goethe-Instituts. Die haben heute nämlich das schöne Wort „Zeitraum“ hinter ihren Advents-Türchen versteckt.

In dem Wettbewerb „Das schönste deutsche Wort“ gabs auch ne schöne, deutsche Begründung, die ich nur bestätigen kann. Denn mein persönlicher „Zeitraum“ hier in Barcelona hat schon die 4-Jahres-Marke überschritten! So schnell geht das! Hier also der Link zum Kalender: Zeitraum

was für zwischendurch

Woody’s Welt

Weiß ja nicht, ob ihr schon „Vicky Cristina Barcelona“ gesehen habt, aber sicher weiß ich, dass ich ihn nicht gerade empfehlen kann. War zwar klar, dass die Stadtverwaltung von Barcelona so einiges in den Film investiert hat. Das ist nicht nur am Filmtitel und an den langen Danksagungskolonnen im Abspann erkennbar, sondern auch an den Nobelmarken, die eine nach der anderen anscheinend in das Woody Allen-Prestigeprojekt investierte. Aber dass der Film dann doch nur Postkartenansichten und Klischeekonflikte zeigte, war dann doch enttäuschend.

Schon die unnötige Vorspann-Stimme erwähnt ganz nebenbei, dass das ja die Gaudi-Hochburg ist. Die Kameraeinstellung vor der Sagrada Familia ist so geschickt, dass weder Kräne noch Baugerüste zu sehen sind, so als sei sie schon längst fertiggestellt. In Wirklichkeit wird die Eröffnung des der „heiligen Familie“ gewidmeten Tempels noch mindestens ein Jahrhundert auf sich warten lassen bzw. vielleicht nie erfolgen, wie Pessimisten behaupten, da der Bau nur durch Spenden finanziert wird. Im Moment sind gerade mal 8 der geplanten 18 Türme errichtet, Baubeginn war 1882!

Eine der Protagonistinnen, die vernünftige Vicky (Rebecca Hall) studiert katalanische Philologie, was sie dann schnell wieder bleiben lässt aufgrund teeniehaft anmutender Liebenswirren, die wiederum Anlass für eine romantische Aussicht nach der anderen geben: Park Güel, Tibidabo, Colserola, Barceloneta und sowieso die Rambla – darf natürlich nicht fehlen. Dort fotografiert Protagonistin Nr. 2, Scarlett Johansson, so lässig, dass ihre nach hinten hängende Handtasche im realen BCN-Leben schon längst geklaut worden wäre. Sogar die Prostituierten aus dem Raval lächeln ihr freundlich zu, als sie sie mit ihrer Kamera ablichtet. So fern der Realität, dass ich Woody frage, ob das wirklich sein Allen ist??

Wer mir prima gefallen hat ist Penelope, die wunderbar demonstriert, wie hysterische Frauen austicken können. Und der Song im Ein- und Abspann, vorher noch nie gehört (von Giulia y Los Tellarinis), eine schöne Liebeserklärung an die Stadt…

So, womit fang ich heute an? Einfach mal mit dem Montjuic. Seit einem halben Jahr wohne ich jetzt auf der anderen Seite des Hausbergs von Barcelona. Andere Seite deshalb, weil man hier keine Touristen findet, die mit einer schönen Aussicht im Visir die verwinkelten Wege hochkraxeln oder in der Dunkelheit die Klänge und Springbrunnen-Performance des Magic Fountains genießen. Auf der anderen Seite gibt’s das normale Leben, wo sich auch Leute den Berg hochmühen, entweder mit Lidl-Tüten in der Hand oder eben einfach, um das Hundchen auszuführen.

Blick auf den Montjuïc

Blick auf den Montjuïc

Damit man dabei nicht so ins Schwitzen kommt, hat die Stadtverwaltung bei mir um die Ecke jetzt Rolltreppen bauen lassen, die sonst nur für die von Besuchern vielfrequentierte Strecken vorgesehen sind, wie zum Beispiel der „Aufstieg“ zum Park Güell. Diesmal geht’s um den Zugang zu den neuen Eigentumswohnungen, die direkt neben dem geförderten Wohnungsbau entstanden sind und noch rechtszeitig vor der „crisis“ ihre Wohnungseigentümer gefunden haben. Warum ich diese Rolltreppen erwähne? Nun, weil sie seit einem halben Jahr diverse Arbeiter beschäftigen und nun tatsächlich fertiggestellt sind. Außerdem wurde behindertengerecht gebaut, was ja auch erwähnenswert ist (Das Foto hab ich übrigens in der Mittagshitze im Juli gemacht, heute ist hier eher grau in grau).

Was mich auch fasziniert sind die kleinen Beton-Oasen, die sich in schnellster Zeit zu kulturellen Knotenpunkten entwickeln. Auf den dünn besiedelten Bänken sitzen schon morgens die ersten Zeitungleser. Und ab 5 Uhr nachmittags ist der Bär los. Kinder mit Rollern und Bällen unterwegs, Mütter beim Babyplausch, Nachbarn aller Altersklassen, entweder allein oder mit anderen, auf jeden Fall redend mit oder ohne Handy, ausgesetzte Raucher, die in ihrer Bar nicht mehr zum Zuge kommen und Angestellte nach der Arbeit mit dem ersten Cerveza in der Hand. Das alles begleitet – wie immer – von viel Lärm, vor allem Mopedgetöse und Hundegekläffe, da ja jeder zweite Nachbar eines dieser Zuchttierchen zu Hause hält und selbst diese mal auf die Straße müssen.

Ich bekomme das meist nur am Wochenende mit. Aber bald beginnt wieder die Saison, in der die Hündchen in Winterklamotten gepackt werden, dann gibt’s wieder was zu lachen. Mal schaun, ob ich noch ein Foto auftreiben kann, sonst eben schonmal als Vorankündigung …

So, ganz so dolle sind meine Ambitionen anscheinend doch nicht, aber das kann ja nur besser werden. Ab und zu kommen dann doch wieder so merkwürdige Sachen vor, dass einem eigentlich nichts anderes übrig bleibt, als das mal irgenwie mitzuteilen. Vor allem in Fußball-EM-Zeiten wallen plötzlich auch hier die Gefühle hoch, aber erst seitdem klar ist, dass es die Spanische Elf ins Finale gebracht hat – das 2. Mal überhaupt in der Geschichte der Fußball-Europameisterschaft. Die paar vom letzten St. Joan-Feiertag übrig gebliebenen Knaller, die nach dem Halbfinale gegen Russland in die Luft gingen, waren schon ein Zeichen dafür, dass es diesmal selbst in der katalanischen Hochburg zu außergewöhnlichen Gefühlswallungen kam. Dabei ist allerdings nicht ganz klar, wer in den sehr vereinzelt herumirrenden Auto-Korsos zwischen Plaça Catalunya und Plaça Espanya drinsitzt.

Fakt ist, dass die Katalanen hier gespaltener Meinung sind. Die meisten begründen ihr bisheriges Desinteresse, was spanischen Fußball angeht, mit der Tatsache, dass die Mannschaft ja in den letzten Jahrzehnten nicht gerade mit Erfolg gesegnet war. Und so eine erfolglose Mannschaft unterstützt man ja auch nicht gerne, vor allem, wenn lokal die bessere Alternative da ist, Barça natürlich, so heißt übrigens auch der Hund meiner Nachbarin.

Andere sagen ganz klar, dass Barça ihre Nationalmannschaft ist und keine andere. Gestern bekam ich von einem Kollegen den Wetttipp fürs Finale mitgeteilt: „2:1 por Alemania – mi última esperanza“, 2:1 für Deutschland – meine letzte Hoffnung (, die spanische Nationalelf auszubremsen). So haben bei unserer firmeninternen spontanen Wettaktion auch hauptsächlich die Ausländer mitgetippt, für den Rest ist die EM eben nur eine von vielen Sportveranstaltungen mehr.

Es gibt aber auch andere Reaktionen, die hier schon beachtlich sind: Während beim ersten Tor im Spanien-Russland-Spiel noch die Freude verhaltend-sitzend-schweigend geteilt wurde, gab’s beim zweiten Tor sogar erste katalanische Freudensprünge. Ganz anders dagegen die Atmosphäre in der Schweizer Schule von Barcelona, die netterweise ihren Versammlungssaal mit Grossleinwand, EM-Plakaten und Bier & Brezeln ausgestattet hat, so dass die deutschsprachige Community auch ein Eckchen zum schaun und feiern hat. Selbst beim etwas verhaltenen Spiel Deutschlands gegen die Türkei gab’s immer wieder Anfeuerungrufe und –gesänge. Vor allem in der zweiten Halbzeit, als dann die entscheidenden Tore fielen, war der Jubel groß. Mein französischer Kollege fragte mich vor dem Spiel, was man den in Deutsch so schreit. Ja was schreien wir denn so??? Spontan fiel mir erstmal nur das wahnsinnig originelle „olé, olé olé olé ….“ ein, dann das aufregende „Jetzt geht’s los!“ oder „Deutschland vor, noch ein Tor!“ und das seit der WM wieder aktuelle „Deutsch-laaaaaaaaaaaand“. Mich tröstete, dass meinem deutschen Kollegen, der immerhin FC Köln-Fan ist, auch nicht viel mehr in den Sinn kam. Deshalb die Frage an euch, was schreien/grölen wir denn aktuell so?

Auf jeden Fall hab ich für morgen zwei Tipps abgegeben: 3:2 und 2:0, natürlich für Alemania! Bin mal gespannt was das gibt…

Pues nada …¡¡¡ A las finales!!!

dann also doch ein Blog

Komisch eigentlich, wieso mensch dazu kommt, einen Blog zu schreiben. Vor ein paar Jahren noch hätte ich mir das nicht träumen lassen. Einfach so das Kauderwelsch, das einem so tagtäglich durch den Kopf geht, aufzuschreiben ist ja schon etwas für selbstverliebte Eigenbrödler. Ok, das Notizbuch am Bett war schon immer eine gute Sache, denn in der Tat gibt’s ja auch hin und wieder mal eine gute Idee, die einem bekanntlich genau dann kommt, wenn mans nicht aufschreiben kann: beim Dahindösen vorm Einschlafen, beim monotonen Bahnen schwimmen in öffentlichen Badeanstalten, in völlig überfüllten Zügen beim Betrachten der Masse Mensch oder einfach beim Klön & Kölsch mit ein paar guten Freunden.

Aber das Notizbuch füllte sich in der Regel nur alle paar Monate mit einem Eintrag und beim Ausmisten landete es in der Tonne. Eine Freundin von mir ist da konsequenter und nutzt es für ihre Arbeit als Autorin, aber ich hatte es bisher nicht zu mehr als ein paar – das könnte ich ja mal machen-Notizen geschafft, was nicht heisst, das ich nicht die ein oder andere Idee umgesetzt habe. Aber gut, die Ideen, die man nicht relativ zügig umsetzt, landen eben – zumindestens bei mir – nicht nur aufgrund der Anzahl meiner Umzüge einfach in der Tonne.

So habe ich mich jetzt doch aufgerafft, und meinen Blog kreiert. Mal schaun, was so daraus wird. Nicht umsonst weist einen wordpress darauf hin, dass es schneller geht, einen Blog zu eröffnen, als einen Paragraphen zuende zu lesen, womit sie Recht haben. Von daher: Wieso eigentlich nicht? Nur, was man hier von sich gibt, ist ewig in den Niederungen des Webs vertreten, egal ob es sich Web 2.0 oder Web 10.0 nennt. Und: Der Witz eines Blogs ist ja die regelmässige Fütterung und Pflege, so ähnlich wie früher diese Tamagotchi-Teile, mit denen sich die japanische Elektroindustrie an die Teenies ranmachte. Da hatten sie wirklich ein Ei gelegt.

Also mal schaun, wie weit meine Blog-Ambitionen reichen. Aber fürs erste ist er eröffnet – tatatataaaaaaaaaaaaaaa – Ihr könnt nun also direkt meinen Spuren folgen…

Miss Utah unterwegs in BCN

Miss Utah unterwegs in BCN