So, nun muss ich meine Behauptung, dass keiner über zukünftige Massnahmen gegen Trockenheit spricht, revidieren.
Heute veröffentlicht „El País“ einen Artikel mit der Überschrift Las lluvias no frenan las obras previstas para combatir una futura sequía, was etwa heißt, dass die Regenfälle die vorgesehenen Baumaßnahmen gegen zukünftige Dürreperioden nicht bremsen. Darin ist der Stand aller Projekte genau erläutert, inklusive einer Grafik der Agencia Catalana del Agua mit allen geplanten und existierenden Wiederaufbereitungs- und Meereswasserentsalzungsanlagen (schön langes Wort, nicht wahr? Werde ich mal bei Gelegenheit meinen Deutschschülern präsentiern). Die letzte Dürre habe dafür gesorgt, dass die Anlage in Tordera schon Monate vor dem geplanten Ende des Bauvorhabens fertig gestellt sein wird. Außerdem treibe die katalanische Regierung den Bau der dritten Entsalzungsanlage für die Gewinnung von Trinkwasser voran. Das hört sich doch erstmal gut an. Die Website der katalanischen Agentur für Wasser ist auch in Englisch verfasst. Dort gibt’s ausführliche Infos über das Thema Wasser in Katalonien.
Erwähnenswert scheint wohl auch für Francesc Baltasar, verantwortlich für Umweltfragen dass die letzte Dürreperiode dazu gedient habe, erstmals ein sentimiento de ahorro, also ein „Spargefühl“ bei der Bevölkerung entwickelt zu haben. Während der Trockenperiode gab es Einsparungen von 20%, allerdings ist der Wasserkonsum wieder gewachsen, so dass er derzeit 5% niedriger ist als zu den Beginn der Trockenperiode.
Hiermit beende ich dann heute meinen aktuellen „Wasserbericht“, werde das Thema aber auf jeden Fall weiter verfolgen.