Dass Deutsch nicht so einfach ist, wissen wir ja schon. Wenn man versucht, es anderen beizubringen, gibt es wirkliche Schockerlebnisse mit der eigenen Sprache. Um das zu verdeutlichen, hier ein paar Beispiele:
Wusstet ihr schon, dass wir einige Verben einfach trennen? Wirklich krass, weil der Rest des Verbes immer erst am Ende des Satzes kommt, egal wie lang der Satz ist, ein Beispiel mit aufhören:
Morgen höre ich zusammen mit einem meiner Freunde nach langem Hin und Her endlich mit dem Rauchen auf!
Wenn ein fleiβiger Schüler schon gelernt hat, was „hören“ heiβt, dann denkt er erstmal das die Person irgendwas gehört hat. Aber am Ende des Satzes stellt sich nun heraus, dass das Ganze nichts mit Hören zu tun hat, sondern dass jemand was beenden will. Ja warum, fragt er sich, beendet er nicht einfach das Rauchen? Ja, warum? Weil….
Morgen beende ich zusammen mit einem meiner Freunde nach langem Hin und Her endlich das Rauchen.
… einfach stelzig klingt, zumindest würde man das nie sagen. Und wieso wird rauchen mal klein mal groβ geschrieben? Ok, weil da ein „das“ davor steht, aber wann schreibt man eigentlich das oder dass? Und wieso erscheint die Person, um die es sich handelt, erst an dritter Stelle, wo sie doch der Akteur ist. In Englisch und Spanisch werden die Subjekte und Verben komplett am Anfang platziert, egal, ob es sich um einen Haupt- oder Nebensatz handelt:
Tomorrow I’ll stop smoking ….
Mañana dejaré de fumar…
Gut, das kann natürlich kulturelle Ursachen haben, wo bei man fragen müsste, was zuerst da war, die Kultur oder die Sprache? Keine Angst, ich werde jetzt nicht abdrehen. Aber vielleicht ist das der Grund, warum wir Deutschen uns mehr oder weniger ausreden lassen, ohne den anderen nach 3 Wörtern schon zu unterbrechen. Das hat nichts damit zu tun, dass wir einfach so verständnisvolle Zeitgenossen sind, der wahre Grund ist der:
Wir würden uns GAR NICHT VERSTEHEN, weil sehr oft das Verb erst AM ENDE STEHT, und so lange muss man eben WARTEN, bis man etwas KAPIERT!!!
So, und wenn ich jetzt noch mit der Adjektivdeklination anfange (hier das trennbare Verb im Nebensatz am Ende und zusammen geschrieben), bekommt ihr erst recht die Krise. Ich habe hier ein schönes Beispiel ausgesucht (trennbares Verb „aussuchen“ als Pratizip mit „ge“ dazwischen!!!):
der Mann (ist logischerweise maskulin)
Der fleiβige Schüler weiβ schon, dass „er“ ein Zeichen von maskulin ist.
Nun kommt ein Adjektiv hinzu, dann heiβt es logischerweise :
ein schöner Mann
So, wenn ich aber einen bestimmten Mann meine, fällt das „er“ auf einmal weg, dh. es wurde ja schon vorher benutzt und einmal reicht ja, wir sind ja effektiv. Wir wissen ja jetzt, dass der Mann maskulin ist. Also kommt einfach eine andere Form, warum nicht einfach die feminine???
der schöne Mann
Ich glaube, das reicht erstmal für heute. Hier noch ein paar schöne Beispiele zum Thema deutsche Sprache schwere Sprache. Die Fotos habe ich selbst gemacht, als ich hier eine berühmte Kirche herumbesucht habe und sie von euch begrüβt habe …

Gruss einmal anders

Lasst uns mal wieder ein wenig herumbesuchen, ok?